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Persönliche Geschichten

17.12.2021

Warum gehe ich als Altenpfleger ins Krankenhaus?

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Unterschiede, Herausforderungen, persönlicher Gewinn

Mein Name Matthias Laschczok
Seit wann arbeite ich bei den medius KLINIKEN? seit dem 01. Juli 2020
Meine Ausbildung Altenpflegefachkraft
Meine aktuelle Tätigkeit Pflegedienst
Meine Stärken Freundlichkeit, Offenheit
Das macht mir an meiner Arbeit am meisten Spaß Alles – jeder Tag ist einzigartig!
Mit diesen Problemen habe ich in meinem Berufsalltag zu kämpfen Rückenschmerzen, Überlastungssymptome
Das wichtigste Equipment bei der Arbeit Schere, Klemme, Leukoplast, Notizbuch
Mein Job ist... herausfordernd und vielseitig
Ich habe eine Schwäche für… Sport
und kann nicht ohne… Sport
Mein Lebensmotto Spaß
Das mache ich in meiner Freizeit am Liebsten Mountainbike oder Motorrad fahren, Skateboarden, Sport

Lieber Matthias, du hast dich vor ca. 12 Jahren dazu entschlossen, eine Ausbildung als Altenpfleger zu beginnen. Warum? 
Eigentlich wollte ich im Sportbereich tätig werden. Mein Traum war es, in einem Sportgeschäft zu arbeiten. Jedoch muss ich ehrlich zugeben, war die Schule nicht unbedingt meins. Aufgrund meiner Schwester, die in einem Pflegeheim in Schorndorf tätig war, habe ich dort ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Und dann bin ich einfach dabei geblieben. 
Jedoch lief meine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft nicht komplikationslos ab. Immer wieder wollte ich die Ausbildung aufgeben, habe sie dann aber doch durchgezogen – auch wenn es nie mein Traumberuf war.
Daher habe ich erst einmal versucht, mich anderweitig zu orientieren, habe mein Fachabitur gemacht und anschließend eine längere Auslandsreise in Südost Asien unternommen. 
Von 2017 bis 2018 war ich dann bei einer amerikanischen Mountainbike-Firma angestellt. So war ich viel auf verschiedenen Bike-Events als Aushilfe in Europa unterwegs, bis ich eine Festanstellung erhielt. Kurze Zeit nach der Festanstellung habe ich die Firma aus verschiedenen Gründen jedoch wieder verlassen. Vor allem lag es aber daran, dass es auf einmal nur noch ein Bürojob war. Deshalb bin ich wieder in meine alte Arbeitsstelle als Altenpfleger zurückgegangen.

Was hat dich dann dazu bewegt, als Pflegekraft in den medius KLINIKEN zu beginnen? 
Den Spaß und die Freude am Beruf habe ich erst vor ca. 2 Jahren entdeckt. Plötzlich war das Interesse da. Jedoch wollte ich nicht mehr als Altenpfleger tätig sein.
So habe ich mich bei den medius KLINIKEN, in der Filderklinik und in Tübingen beworben. Bei den medius KLINIKEN hat von Anfang an alles gestimmt – der erste Eindruck, das moderne Ambiente. 
Außerdem war ich sehr überrascht über die Vorzüge, die die medius KLINIKEN ihren Mitarbeitern anbieten. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist – bspw. ein Gutschein, wenn man für eine Kollegin oder einen Kollegen einspringt – so zeugt es doch von Aufmerksamkeit. 
Auch hat es mich sehr angesprochen, dass die medius KLINIKEN ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben wollen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Hier gibt es die unterschiedlichsten Dienstzeitenmodelle und vielleicht wird das auch in Zukunft mal für mich interessant.

Wie sieht dein Alltag als Pflegekraft in den medius KLINIKEN aus?
Morgens beginne ich mit einem Rundgang, richte und verabreiche Infusionen, teile Medikamente aus und bereite den Patienten für Untersuchungen vor. Auch die Nachbereitung der Visite und Verbandswechsel gehören zu meinen Aufgaben.

Wie unterscheidet sich dies zur Altenpflege?
Die medizinische Behandlungspflege ist in den Kliniken deutlich mehr. In der Altenpflege ist es wirklich fast nur noch Pflege, d.h. Bewohner waschen, Essen eingeben, versorgen – oft hat man keine Zeit für die Bewohner. Durch die medizinische Pflege hat man dann doch oft mehr Zeit, auf den jeweiligen Patienten einzugehen. 

Was vermisst du an der Altenpflege? 
Ich vermisse den Umgang mit den Bewohnern und die Zeit mit vielen Kollegen, mit denen ich mich gut verstanden habe.

Welche Vorteile siehst du an der Arbeit in der Klinik?
Meines Erachtens gibt es in der Altenpflege viele Personen, die irgendwie gestrandet wirken. Ich habe mich dort genauso gefühlt. Obwohl die Ausbildungen fast identisch sind, verliert man als Altenpfleger im Alltag viel von seinem Fachwissen, weil man einfach keinen Bezug mehr zu Krankheiten und der medizinischen Behandlungspflege hat. In der Klinik gibt es die unterschiedlichsten Krankheitsbilder und Behandlungsfelder, sodass die Arbeit allgemein abwechslungsreicher ist. Man wird dort einfach mehr gefordert. Man muss seinen Kopf mehr anstrengen und das Fachwissen muss hier viel breiter gefächert sein.

Gibt es Dinge im Pflegeberuf, bei denen du Verbesserungsbedarf siehst?
Definitiv – die Bezahlung natürlich.
Zudem macht uns generell der Personalmangel zu schaffen. Es fehlen Fachkräfte und gutes Pflegepersonal. Oft haben wir viel Pflegepersonal aus dem Ausland, das einfach Schwierigkeiten mit unserer Sprache hat – und dies macht auch den Berufsalltag dann schwieriger.
Aber ich muss sagen, auf meiner Station läuft es wirklich gut – das war im Pflegeheim schlechter.
Meines Erachtens fehlt aber auch die Anerkennung des Berufes. In der Covid-Zeit hat man das ja gemerkt. So schnell, wie der Beruf von den Menschen anerkannt wurde, so schnell sind wir im Gesundheitswesen auch schon wieder in Vergessenheit geraten. 

Was ist die größte Herausforderung bei deiner Arbeit?
Insbesondere allen Patienten gerecht zu werden und sämtliche Arbeit so zu verrichten, dass jeder zufrieden ist.  

Was war dein berufliches Highlight in den letzten Jahren?
Generell finde ich es immer schön, wenn ich Lob für meine Arbeit bekomme.
Außerdem bin ich auch als Praxisanleiter ausgebildet und habe zusammen mit einer Lehrerin ein Probeexamen abgenommen. Da war ich sehr froh, dass alles super geklappt hat. 

Worauf freust du dich ganz besonders, wenn du morgens zur Arbeit gehst?
Auf nichts Spezifisches. Ich freue mich auf den ganzen Alltag, auf mein Team, auf die Patienten.  

Was würdest du anderen Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?
Immer darauf zu achten, rückenschonend zu arbeiten. Mit meinen Rückenschmerzen und Überlastungssymptomen habe ich schon schwer zu kämpfen. Das macht den Alltag nicht gerade einfach. 
Aber mein absoluter Tipp ist, immer freundlich zu sein. Man bekommt damit so viel zurück – vom Team und von den Patienten. 

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Das Interview führte Salome Johnson, Kommunikation u. Strategie, medius KLINIKEN

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